Schadenmanagement
Ein Gebäudeschaden stellt Eigentümer und Hausverwaltungen häufig vor zahlreiche technische und organisatorische Fragen. Was ist die Ursache des Schadens? Welche Bauteile sind betroffen? Welche Sofortmaßnahmen sind erforderlich? Welche Arbeiten sind tatsächlich schadenbedingt? Und welche Kosten entstehen für Trocknung, Sanierung und Wiederherstellung?
Unser Schadenmanagement für Gebäudeschäden und Versicherungsschäden begleitet den Schadenfall von der ersten Schadenaufnahme über die technische Bewertung bis zur Sanierung und Wiederherstellung.
Als Architektur- und Sachverständigenbüro verbinden wir dabei die Begutachtung von Gebäudeschäden mit der Prüfung von Sanierungsmaßnahmen und Kosten. Bei Versicherungsschäden unterstützen wir außerdem bei der technischen Dokumentation und nachvollziehbaren Abgrenzung der schadenbedingten Maßnahmen.
Gebäudeschäden professionell untersuchen und begleiten
Gebäudeschäden können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Besonders häufig treten Wasserschäden und Leitungswasserschäden, Feuchtigkeitsschäden, Sturm- und Unwetterschäden sowie weitere Schäden an Bauteilen und technischen Installationen auf.
Am Anfang eines professionellen Schadenmanagements steht deshalb die Aufnahme des vorhandenen Schadenbildes.
Die betroffenen Bereiche werden vor Ort untersucht und dokumentiert. Vorhandene Informationen zum Schadenereignis sowie Berichte, Messungen, Angebote und weitere Unterlagen können in die Bewertung einbezogen werden.
Ziel ist es, den tatsächlichen Schadenumfang zu verstehen und daraus die erforderlichen nächsten Schritte abzuleiten.
Schadenmanagement bei Versicherungsschäden
Bei einem möglichen Versicherungsschaden am Gebäude ist eine nachvollziehbare technische Dokumentation besonders wichtig.
Dabei muss zwischen dem eigentlichen Schadenereignis, den dadurch verursachten Gebäudeschäden und den für die Wiederherstellung erforderlichen Maßnahmen unterschieden werden.
Im Rahmen unseres Schadenmanagements dokumentieren wir den festgestellten Schaden, bewerten die erforderlichen Maßnahmen und prüfen bei Bedarf Angebote und Rechnungen der beteiligten Sanierungsunternehmen.
Diese technische Aufarbeitung kann eine Grundlage für die weitere Schadenregulierung mit der Gebäudeversicherung bilden.
Ob und in welchem Umfang ein konkreter Schaden versichert ist, richtet sich letztlich nach Schadenursache und Versicherungsvertrag.
Wasserschaden und Leitungswasserschaden
Ein Wasserschaden am Gebäude kann erhebliche Auswirkungen haben, auch wenn der sichtbare Schaden zunächst begrenzt erscheint.
Bei einem Leitungswasserschaden kann sich Feuchtigkeit beispielsweise innerhalb von Estrich- und Dämmschichten, Wänden, Decken oder Installationsbereichen ausbreiten.
Nach der Beseitigung der Schadenursache muss deshalb untersucht werden, welche Bauteile tatsächlich betroffen sind und welche Maßnahmen für Trocknung und Wiederherstellung erforderlich werden.
Vorhandene Leckortungsberichte, Feuchtigkeitsmessungen und Trocknungsprotokolle können dabei in die technische Bewertung einbezogen werden.
Von der Schadenaufnahme bis zur Wiederherstellung
Ein Gebäudeschaden durchläuft häufig mehrere aufeinanderfolgende Schritte.
Nach der Schadenaufnahme und Dokumentation muss zunächst die Ursache geklärt beziehungsweise eingegrenzt werden. Anschließend können notwendige Sofortmaßnahmen, Demontagen und gegebenenfalls eine technische Trocknung erfolgen.
Erst danach kann die eigentliche Wiederherstellung der betroffenen Bauteile beginnen.
Unser Schadenmanagement kann diese unterschiedlichen Schritte technisch begleiten und dabei helfen, dass Schadenbeseitigung, Trocknung, Sanierung und Wiederherstellung aufeinander abgestimmt werden.
Schadenursache und Schadenumfang
Bevor eine Sanierung geplant werden kann, sollte möglichst klar sein, wodurch der Gebäudeschaden entstanden ist und wie groß der tatsächliche Schadenumfang ist.
Gerade bei Feuchtigkeits- und Wasserschäden kann das sichtbare Schadenbild nur einen Teil des tatsächlich betroffenen Bereichs darstellen.
Gleichzeitig sollte vermieden werden, dass umfangreichere Sanierungsarbeiten durchgeführt werden, ohne dass deren Zusammenhang mit dem ursprünglichen Schaden nachvollziehbar ist.
Eine fachliche Schadenaufnahme und Ursachenanalyse schafft deshalb eine wichtige Grundlage für die weitere Bearbeitung.
Schadenbedingte Maßnahmen prüfen
Bei einem Versicherungsschaden ist die Frage der Schadenbedingtheit von besonderer Bedeutung.
Nicht jede Maßnahme, die im Zuge einer Sanierung sinnvoll oder wünschenswert ist, wurde automatisch durch das konkrete Schadenereignis verursacht.
Deshalb prüfen wir, welche Arbeiten technisch zur Beseitigung des Gebäudeschadens und zur Wiederherstellung des vorherigen Zustands erforderlich sind und welche Leistungen darüber hinausgehen.
Dadurch können notwendige Wiederherstellungsarbeiten von zusätzlichen Modernisierungs- oder Verbesserungsmaßnahmen abgegrenzt werden.
Sanierung nach einem Gebäudeschaden
Nach der Beseitigung der Schadenursache und gegebenenfalls erforderlichen Trocknungsmaßnahmen beginnt die eigentliche Sanierung des Gebäudeschadens.
Abhängig vom Schaden können dabei unterschiedliche Gewerke beteiligt sein, beispielsweise Installateure, Trockenbauer, Estrichleger, Bodenleger, Fliesenleger, Maler oder weitere Fachunternehmen.
Gerade bei größeren Versicherungsschäden müssen diese Leistungen technisch und zeitlich aufeinander abgestimmt werden.
Als Architekturbüro können wir die erforderlichen Wiederherstellungsmaßnahmen fachlich einordnen und die weitere Sanierung je nach vereinbartem Leistungsumfang begleiten.
Prüfung von Kostenvoranschlägen bei Versicherungsschäden
Nach einem Wasserschaden oder anderen Gebäudeschaden werden häufig Kostenvoranschläge von Sanierungsunternehmen eingereicht.
Diese können hinsichtlich der vorgesehenen Leistungen, Mengen und Kosten fachlich geprüft werden.
Dabei wird insbesondere betrachtet, ob die angebotenen Arbeiten dem dokumentierten Schaden zugeordnet werden können und für die erforderliche Wiederherstellung nachvollziehbar sind.
Auch Doppelberechnungen, zusätzliche Leistungen oder nicht eindeutig schadenbedingte Positionen können im Rahmen einer solchen Prüfung auffallen.
Prüfung von Rechnungen und Sanierungskosten
Nach Durchführung der Arbeiten können auch die eingereichten Handwerkerrechnungen und Sanierungskosten überprüft werden.
Dabei können die abgerechneten Leistungen mit dem dokumentierten Schadenumfang, den zuvor vorgesehenen Arbeiten und vorhandenen Angeboten abgeglichen werden.
Besonders bei umfangreichen Versicherungsschäden mit mehreren beteiligten Gewerken kann eine strukturierte Kostenprüfung dazu beitragen, den Gesamtumfang der Wiederherstellung nachvollziehbar zu dokumentieren.
Technische Trocknung nach Wasserschäden
Nach einem Wasserschaden kann eine technische Trocknung erforderlich sein, wenn Feuchtigkeit in Bauteile oder Konstruktionen eingedrungen ist.
Ob und in welchem Umfang getrocknet werden muss, hängt vom konkreten Schadenbild und den betroffenen Materialien beziehungsweise Konstruktionen ab.
Im Rahmen des Schadenmanagements können vorhandene Feuchtigkeitsmessungen und Trocknungsunterlagen ausgewertet und die vorgesehenen Maßnahmen technisch eingeordnet werden.
Nach Abschluss der Trocknung können anschließend die notwendigen Wiederherstellungsarbeiten erfolgen.
Gebäudeschäden durch Sturm und Unwetter
Neben Wasserschäden können auch Sturm, Starkregen und andere Unwetterereignisse Schäden an Gebäuden verursachen.
Betroffen sein können insbesondere Dächer, Fassaden, Fenster, Außenbauteile oder weitere Gebäudebereiche.
Bei einem möglichen Sturmschaden als Versicherungsschaden ist eine zeitnahe Dokumentation des Schadenbildes besonders hilfreich.
Der vorhandene Zustand und die betroffenen Bauteile werden aufgenommen und die erforderlichen Reparatur- beziehungsweise Wiederherstellungsmaßnahmen technisch bewertet.
Feuchtigkeit und Schimmel nach einem Gebäudeschaden
Feuchtigkeit kann als unmittelbare Folge eines Wasserschadens auftreten oder andere bauliche Ursachen haben.
Vor Beginn einer Sanierung sollte deshalb möglichst geklärt werden, woher die Feuchtigkeit stammt und welche Bauteile betroffen sind.
Bei länger anhaltender Durchfeuchtung kann zudem eine weitergehende Untersuchung hinsichtlich möglicher mikrobieller Belastungen erforderlich werden.
Das Schadenmanagement berücksichtigt deshalb nicht ausschließlich die sichtbaren Oberflächen, sondern den gesamten technischen Zusammenhang des Gebäudeschadens.
Koordination der Wiederherstellungsarbeiten
Bei größeren Gebäudeschäden reicht es häufig nicht aus, lediglich den Schaden festzustellen.
Demontage, Trocknung und anschließende Wiederherstellung müssen miteinander koordiniert werden. Gleichzeitig können mehrere Fachunternehmen an unterschiedlichen Bauteilen arbeiten.
Je nach Beauftragung begleiten wir deshalb auch die Sanierungs- und Wiederherstellungsarbeiten, prüfen den Baufortschritt und unterstützen bei technischen Fragestellungen während der Schadenbeseitigung.
Damit kann das Schadenmanagement von der ersten Begutachtung bis zur abschließenden Wiederherstellung reichen.
Schadenmanagement für Eigentümer und Hausverwaltungen
Unser Schadenmanagement für Immobilien richtet sich insbesondere an private und gewerbliche Eigentümer, Hausverwaltungen und weitere Beteiligte, die bei einem Gebäudeschaden eine unabhängige technische Unterstützung benötigen.
Gerade bei größeren Wasser- und Versicherungsschäden kann es schwierig sein, Schadenursache, Sanierungsumfang, unterschiedliche Angebote und die notwendigen Wiederherstellungsmaßnahmen ohne technische Begleitung zu beurteilen.
Eine zentrale fachliche Begleitung kann dabei helfen, die verschiedenen Beteiligten und Informationen zusammenzuführen und den Schadenfall strukturiert zu bearbeiten.
